Luchs

 

 

Der Luchs ist das grösste katzenartige Raubtier, das in der Schweiz lebt. Er wiegt ca. 20 kg, die Weibchen sind meist etwas leichter, die Männchen etwas schwerer. Der Luchs unterscheidet sich äusserlich von anderen Katzen durch seine Hochbeinigkeit, die ihm im schneereichen Lebensraum sehr nützlich ist. Die Schulterhöhe beträgt ca. 55 cm. Ausserdem sind der kurze Schwanz, die auffallenden Haarbüschel an den Ohrspitzen und der ausgeprägte Backenbart charakteristisch für den Luchs.

 

Seine Fellfarbe variiert von rötlich-braun mit dunklen Flecken bis grau-beige mit weniger deutlichen Flecken. Diese Fellzeichnung gibt dem Luchs eine ausgezeichnete Tarnung.

Der Luchs besitzt sehr gute Augen und ein sehr scharfes Gehör, die ihm bei der Jagd gute Dienste leisten. In der Dunkelheit sind seine Augen sechsmal lichtempfindlicher als die des Menschen.

Der Luchs ist ein Einzelgänger. Männchen und Weibchen begegnen sich gelegentlich, sie leben aber dennoch getrennt. Nur während der Ranzzeit verbringen sie längere Zeit miteinander. Der Luchs ist hauptsächlich in der Dämmerung und in der Nacht aktiv und ruht während des Tages.

 

Er jagt meist in der Abenddämmerung oder Nacht, wenn auch seine Beutetiere aktiv sind. Dabei nutzt er die Kunst der Überraschung. Mit Hilfe seiner scharfen Augen und seiner hellhörigen Ohren ortet er seine Beute und pirscht sich an sie heran. Sein geflecktes Fell hilft ihm, nicht erkannt zu werden. Im Überraschungsangriff packt er die ausgewählte Beute mit seinen scharfen Krallen, hält sie fest und tötet sie mit einem gezielten Biss in die Kehle. Oft ist das Reh / die Gämse derartig überrascht, das es gar nicht die Gelegenheit bekommt, sich zu wehren. Hat dieser Angriff keinen Erfolg, so lässt der Luchs von seiner Beute ab und verfolgt sie nicht mehr, wie es hundeartige Raubtiere tun.

 

Wegen seiner speziellen Jagdtechnik benötigt der Luchs ein grosses Revier. Denn mit jedem Überraschungsangriff werden seine Opfer vorsichtiger und die erfolgreiche Jagd wird immer schwieriger. Dies versucht er zu umgehen, indem er in Gebiete weiterzieht, in denen er länger nicht gejagt hat. Zwischen zwei Rissen lässt der Luchs meist mehrere Tage vergehen.

War der Überraschungsangriff erfolgreich, so verschlingt der Luchs die Beute nicht in einem Mal, sondern kehrt während mehrerer Nächte an seinen Riss zurück. Von einem Riss kann sich der Luchs ca. eine Woche ernähren. Übrig bleiben nur die Knochen, das Fell, der Kopf und die Gedärme.

 

 

 

 

Interner geschützter Bereich JG Wasserschloss

 

 

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