Strecke legen

Nach dem Schuss – die Strecke  
  Hier offenbart sich die jagdliche Seele des Jägers

Eine Strecke legen bedeutet, nach der Jagd die erlegten Tierkörper in einer Reihe  auf Tannzweige zu legen. Das umgangssprachliche zur Strecke bringen leitet sich von dieser weidmännischen Tradition ab. 

 

Um diese Strecke dreht sich nach einer Gesellschaftjagd alles: Nicht nur die Hygiene-Vorschriften sind zu befolgen, das Wild soll auch gefällig und in einer gewissen Ordnung gebettet werden. Der Jäger zollt dem erlegten Wild Respekt. Verpönt ist, über ein erlegtes Stück Wild oder über die gelegte Strecke zu steigen. Es werden Fakeln angezündet, die Jagdhornbläser verblasen die Strecke, der Jagdleiter sagt einige Worte zum Jagdverlauf und zum Dank. Dies ist der feierliche Abschluss eines jeden Jagdtages.

 

Auf der Strecke werden die toten Tiere nach Wildart, Geschlecht und Stärke auf die rechte Körperseite gelegt und legt ihm den Inbesitznahme-Bruch auf das Schulterblatt. Beim Bock weist das gebrochene Ende zum Haupt, bei einem weiblichen Stück die gewachsene Spitze.

 

Der Schützenbruch soll den einzelnen Schützen ehren. Er wird ihm feierlich vom Jagdleiter auf einem Hut liegend übergeben. Der Bruch wurde zuvor durch den Schweiss (Blut) des toten Stücks gezogen. Der Schütze befestigt ihn gut sichtbar auf der rechten Seite seines Hutes.

 


Nach der Streckenlegung folgt in der Regel der Schüsseltrieb, der für Erlebnis und Gedankenaustausch dient.  

 

 

 

 

Interner geschützter Bereich JG Wasserschloss

 

 

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